Welche Sojamilch ist die beste?

15 Produkte hat Stiftung Warentest im August unter die Lupe genommen. Vor allem Biodrinks sind mit Nickel belastet.

15 Sojamilch-Marken hat Stiftung Warentest im August unter die Lupe genommen. Vor allem Biodrinks sind mit Nickel belastet.

Für Menschen, die nicht gerne Kuhmilch trinken, vegan leben oder laktoseintolerant sind, sind Pflanzenmilchgetränke eine tolle Alternative. Sojamilch ist dabei einer der beliebtesten. Er macht sich nicht nur im Kaffee gut, sondern eignet sich ebenso zum Backen von Kuchen, Pfannkuchen & Co.

Vielseitige & leckere Bohnenmilch

In Supermärkten, Drogerien und Bioläden gibt es inzwischen eine riesige Auswahl: Sojadrinks mit und ohne Kalzium-Zusatz, fettreduzierte Varianten oder solche mit Vanille- oder Chai-Tee-Geschmack. Die Bohnen kommen meist aus China, Kanada, Österreich und Frankreich. Auch in Deutschland werden Sojabohnen für die Weiterverarbeitung in Lebensmitteln angebaut.

Sojamilch ist mit einem Anteil von 3 bis 4% ähnlich eiweißhaltig wie Kuhmilch, enthält aber weniger Fett. Außerdem ist sie reich an gesättigten Fettsäuren, Magnesium und Eisen.

Das Urteil von Stiftung Warentest

Welche Produkte am besten schmecken und ob kritische Stoffe enthalten sind, hat Stiftung Warentest kürzlich untersucht (Ausgabe 8/2018). Im Test wurden Sojadrinks mit und ohne Kalziumanreicherung unter die Lupe genommen.

Das sensorische Urteil (Geruch, Geschmack, Mundgefühl) für die 15 Pflanzendrinks fiel überwiegend gut aus (11 von 15). Auch die Beurteilung nach ernährungsphysiologischen Gesichtspunkten (untersucht wurden die Anteile von Eiweiß, Fett/Zucker, Kalzium/Magnesium sowie Eisen/Jod) war bei den meisten Produkte positiv (12 von 15 mit „gut“ bewertet).

Nickelbelastung – was muss ich beachten?

Sechs der untersuchten Produkte wiesen eine starke bis sehr starke Nickelbelastung auf, alle betroffenen Sojadrinks tragen das Biosiegel. Die höchsten Werte wurden in den Soja-Drinks von Aldi-Süd, Edeka und Natumi gefunden. Wie das Schwermetall in den Sojadrink gelangt? Nickel wird von den Pflanzen aus dem Boden aufgenommen und gespeichert. Es kann außerdem passieren, dass Produkte während des Produktionsprozesses verunreinigt werden. Luftverschmutzung ist eine weitere mögliche Ursache.

Zu möglichen Risiken dieser Belastung hat Stiftung Warentest einen Experten befragt, sein Urteil: Für Nickelallergiker sind die Sojadrinks mit erhöhtem Nickelgehalt nicht gefährlich. Eine Aufnahme von Nickel über den Mund könne höchstens bei sehr sensiblen Menschen zu Ekzemen führen. Menschen mit einer Sojaallergie sollten natürlich grundsätzlich auf Produkte, die die Bohne enthalten, verzichten.

Die Testsieger

Im Test am besten bewertet wurde der Sojadrink des Herstellers Berief.  Drei Produkte des Herstellers Alpro haben gut abgeschnitten (darunter die Marke Provamel), auch der Sojadrink von Lidl wurde mit „gut“ bewertet.

Ich mag übrigens den Sojadrink von Lidl am liebsten, er ist schön cremig und flockt im Kaffee nicht. Er schmeckt leicht süß und hat eine karamellige Note, das passt auch gut zu Müsli.

Titelbild: rawpixel

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