Fernsehen für die Ohren

Podcasts höre ich auf dem Sofa, beim Zugfahren oder zum Einschlafen. Hier sind meine Favoriten.

Podcasts höre ich auf dem Sofa, beim Zugfahren oder zum Einschlafen. Hier sind meine Favoriten.

Gute Podcasts sind wie Fernsehsendungen für die Ohren. Ich mag sie sogar fast noch lieber als fernzusehen. Beim Zuhören kann ich nämlich einfach die Augen zumachen und meine Fantasie dabei beobachten, wie sie den Stimmen Gesichter gibt und Orte vor meinem inneren Auge aufziehen lässt, die es so in Wirklichkeit wahrscheinlich nicht gibt. Am liebsten lausche ich, während ich auf dem Sofa sitze, sehr gerne auch beim Zugfahren und manchmal auch zum Einschlafen.

Besonders spannend finde ich Formate, die sich mit Selbstentwicklung und Meditation beschäftigen oder Geschichten von inspirierenden Menschen erzählen. Das hier sind meine liebsten Podcast-Kanäle:

A mindful mess

A mindful mess wird gehostet von der ehemaligen Modebloggerin Madeleine Alizadeh. Mal auf Englisch, mal auf Deutsch erzählt sie von ihren Erfahrungen mit Meditation, warum sie Veganerin wurde oder erklärt, wie Verletzlichkeit sie stark macht. Mir gefällt, dass alle Folgen kurz und knackig sind und dass Madeleine Alizadeh immer sehr authentisch rüberkommt. Ihr schöner Akzent ist beim Zuhören das Sahnehäubchen.

In einer Folge, die ich besonders spannend fand, geht es um den Einfluss sozialer Medien auf unsere Gesundheit. Interviewgast Genieve Burley erläutert, wie die Nutzung Sozialer Medien buchstäblich zu einem gedanklichen Burnout führen kann.

Herrengedeck

Ich hab ehrlich gesagt eine Weile gebraucht, bis ich mit diesem Podcast-Format warm wurde. Aber inzwischen höre ich ihn häufig beim Kochen und muss beim Zuhören ziemlich oft Lachen.

Im „echten Leben“ arbeiten Ariana Barborie und Laura Larsson übrigens als Radiomoderatorinnen, in ihrem Podcast treffen sich auf ein Bier und einen Schnaps (daher auch der Name, falls das wer nicht verstanden hat). Dabei unterhalten sie sich über seltsame Essgewohnheiten, wieso es hilft, beim Autofahren mit sich selbst zu reden und wieso Laura sich zwanghaft Spitznamen für neue Bekannte ausdenkt. Klingt abgefahren, ist aber tatsächlich sehr unterhaltsam.

Rock Your Bliss

Ebenfalls von zwei Freundinnen gehostet wird der englischsprachigen Podcast Rock your Bliss, den ich letztes Jahr entdeckt habe. In jeder Folge ist eine Interviewpartnerin zu Gast, mit der sich Jacki Carr und Mary Beth LaRue über Meditation, Yoga, persönliche Weiterentwicklung oder den Umgang mit Schicksalsschlägen unterhalten. Die beiden nehmen sich selbst nicht zu ernst und schaffen für sich und ihre Gäste eine warmherzige Gesprächsatmosphäre. Die weiß ich besonders dann zu schätzen, wenn es mir selbst grade nicht so gut geht.

The Heart of It

Estée Lalonde habe ich auf YouTube „kennengelernt“, wo sie hauptsächlich über Make-up & Mode spricht, aber auch Einblicke in ihr Privatleben gibt. Sie zeigt, ihren Alltag mit ihrem Windhund Reggie und nimmt ihre Zuschauerinnen mit auf ihre Reisen rund um die Welt.

Ihr erster Podcast, The Heart of It,  ist ebenfalls sehr persönlich. Pro Folge ist ein Mensch zu Gast, der seine Erfahrungen zu einem bestimmten Thema teilt. Besonders hörenswert sind die Folgen „Travel“ sowie „Mom. Leider wurde The Heart of It nach der ersten Staffel nicht fortgesetzt – schade!

The Ground Up Show

Diesen Podcast von Matt D’Avella habe ich erst kürzlich empfohlen bekommen. Der Filmemacher hat Blogerinnen, Comedians, Sportler und auch Rapper zu Gast. Sie sprechen darüber, wie sie ihre Projekte strukturieren, Ziele definieren oder mit Ablenkung umgehen.

Sehr viel gelernt habe ich in einer Folge über Gewohnheiten. Interviewgast James Clear erläutert, wieso es viel mehr bringt, seine Gewohntheiten zu ändern, statt zu versuchen, mit mehr Selbstdisziplin ans Ziel zu kommen.

Und was sind deine liebsten Podcasts? Ich freu mich über Empfehlungen!

Titelbild: Christopher Roller

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