(K)ein Fall für die Tonne!

Viele Lebensmittelverpackungen schaden nicht nur der Umwelt, sondern auch deiner Gesundheit. So sparst du dir den Müll – ohne großen Zeitaufwand.

Nach Tipps und Tricks rund ums Mealprepping, Ideen für selbstgemachtes Mittagessen aus der Büroküche und Vorschläge für schnelles Essen unterwegs (abseits von Hefeteilchen, Döner und Co.) kommt hier der vorerst letzte Teil meiner Mini-Serie Keine Zeit zum Kochen?

Heute geht’s darum, wie sich der Verpackungsmüll reduzieren lässt, der im Zusammenhang mit Essen unweigerlich anfällt. Und wir sprechen darüber, wieso Müll sparen nicht nur der Umwelt, sondern vor allem deiner Gesundheit gut tut.

Tu’s für deine Gesundheit

Kochen kostet Zeit. Sich mal eben das Abendessen nach Hause zu bestellen oder auf Fertigessen zurückzugreifen geht schneller und ist bequem. Inzwischen gibt es eine große Auswahl an Fast-Food- und Fertiggerichten, die lecker schmecken und trotzdem gesund sind: Da wären Currys, Sushi und Burritos, außerdem Getreide-Bows, Nudelgerichte und bunte Salate.

Was viele bei Fast Food allerdings nicht auf dem Schirm haben: Die Materialien, aus denen die Verpackungen für das schnelle Essen bestehen, sind meistens alles andere als gesund.

In vielen anderen Kunststoffen können nämlich gesundheitsschädliche Stoffe enthalten sein. Davon betroffen sind z.B. Getränkeflaschen, Lebensmittelverpackungen, Plastiktüten oder Joghurtbecher.

Häufig sind außerdem Weichmacher in den Kartons von Fast-Food-Verpackungen, in manchen Getränke- sowie Konservendosen, und auch in bestimmten Trinkflaschen und Plastikgeschirr enthalten.

Einer davon heißt Bisphenol A (BPA). Diese Chemikalie kann frei werden und in Lebensmittel übergehen, die mit dem Material Kontakt haben. BPA löst sich vor allem beim Erwärmen und Erhitzen. Im Körper hat der Weichmacher eine östrogenähnliche Wirkung und beeinflusst somit deinen Hormonhaushalt. Mögliche Konsequenzen: Einschränkungen der Fruchtbarkeit, Diabetes, Übergewicht sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Eine genaue Übersicht über die verschiedenen Kunststoffe und die darin enthaltenen, problematischen Stoffe findest du hier.

Wieder andere Verpackungen, wie z.B. solche aus Styropor, sind vor allem für die Umwelt ein großes Problem. Kleine Stückchen lösen sich von der Verpackung ab und landen über kurz oder lang im Meer. Wenn dann die tierischen Meeresbewohner mit dem, was sie sonst so fressen, zuviel Mikroplastik verschlucken, kann das ihrer Magenschleimhaut schaden und ihr Verdauungsystem blockieren. Die Folge: Die Tiere verhungern.

Viele Verpackungsmaterialien schaden also unserer Gesundheit und gleichzeitig auch der Umwelt. Deshalb versuche ich, so gut es geht darauf zu verzichten.

Und wie?

Als ich anfangen habe, darauf zu achten, weniger Müll zu „produzieren“, war ich erstmal ganz schön überfordert. Lebensmittelverpackungen sind überall und es ist nicht immer einfach, sie einzusparen.

Deshalb würde ich (wie immer) vorschlagen: Fang klein an. Es bringt auch schon einiges, sich den Döner, die Brezel oder das Brötchen unterwegs direkt auf die Hand geben zu lassen – so sorgst du dafür, dass eine Plastik- oder Papiertüte weniger in Umlauf kommt.

Um Plastik zu sparen, kannst du dir außerdem eine wiedervendbare Wasserflasche einpacken. Für den Kaffee unterwegs gibt’s verschiedene To-Go-Becher, je nach Vorliebe aus Glas, Plastik und sogar aus gepresstem Kaffeesatz. Damit kannst du bei vielen Kaffeeläden auch Geld sparen, denn häufig gibt’s Rabatt, wenn du deinen eigenen Becher mitbringst.

Für (Zug-)reisen und auch so als Proviant packe ich mir gern meine eigene Lunchbox und nehme eine Stoffserviette mit. Je nachdem, was ich zu Essen dabei habe, stecke ich außerdem noch eine Gabel und einen Löffel ein.

Und wenn du gern essen gehst, aber weißt, dass dir die Portionen oft zu groß sind: Bringt eine Dose oder ein Schraubglas mit, dann kannst du die Reste unkompliziert und müllfrei mit nach Hause nehmen.

Fast Food aus der eigenen Küche

Wenn du unterwegs was Schnelles zu essen kaufen willst oder dein Abendessen vom Lieferdienst bringen lässt, bist du – sofern du Müll sparen möchtest – immer darauf angewiesen, dass die Verpackung deines To-go-Essens umweltfreundlich ist oder sich aufs Wesentliche beschränkt.

Da es nicht immer so einfach ist, To-go-Essen zu finden, das diese Kriterien erfüllt, packe ich mir, wie schon erwähnt, gern meine eigene Lunchbox. Wenn ich z.B. länger im Zug unterwegs bin, hab ich meistens einen Nudelsalat oder ein Sandwich im Gepäck, manchmal auch Haferbrei mit Obst, Studentenfutter oder Gemüsesticks und Cracker mit Hummus zum Dippen.

Für unterwegs eignen sich neben belegten Broten auch Wraps, selbstgemachte Sushirollen, Nudel-, Reis- und Couscous-Salate.

Wie gehst du mit dem Thema Müll beim Essen um?

Titelbild: Jilbert Ebrahimi

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