Bananen, Schmerztabletten und ganz viel Schlaf

Was hilft eigentlich gegen PMS und bei Menstruationsschmerzen?

Was hilft eigentlich gegen PMS und bei Menstruationsschmerzen?

Krämpfe im Unterleib, generelles Unwohlsein, Schüttelfrost nonstop – Das erinnert an Brechdurchfall und könnte auch auf eine Tropenkrankheit hindeuten, beschreibt aber die Symptome, die vermutlich nicht nur ich erlebe, wenn alle paar Wochen die Periode an die Türe (bzw. Gebärmutter) klopft.

Weil ich mich nicht damit abfinden wollte, dass es eben „normal“ ist, als menstruierender Mensch solche Schmerzen zu ertragen und ich nicht ausschließlich auf Schmerztabletten zurückgreifen will, nutze ich die folgenden Tricks und Kniffe:

Vorbereitung ist alles

Wenn ich weiß, dass meine Periode ansteht, koche ich rechtzeitig meine Menstruationstasse aus, schaue nach, ob genügend Schmerztabletten und meine Wärmflasche greifbar sind und decke mich mit Obst, Gemüse, Tee und Snacks ein. Denn die Tage, an denen ich meine Tage habe, fühlen sich immer ein bisschen nach Ausnahmesituation an. Und Ausnahmesituationen begegne ich gern gut vorbereitet.

Embrace your PMS

Klar, auch die Tage vor den Tagen können ganz schön nerven. Ich spüre inzwischen ziemlich deutlich, wenn das Prämenstruelle Syndrom (PMS) am Start ist und fühle mich dann angeschwollen, erschöpft und knatschig.

Was mir bei PMS am meisten hilft: Ruhe. Ich versuche, geduldiger mit mir (und anderen) zu sein, weil ich inzwischen weiß, dass ich ein paar Tage vor meiner Periode ziemlich gereizt und angespannt sein kann.

Auch das Wissen, dass dieser Zustand nur wenige Tage anhält, hilft mir dabei, mich nicht zu sehr davon runterziehen zu lassen.

Heißhunger?

Wenn ich pms-ig bin, bekomme ich meistens Heißhunger auf Chips und knuspere gern ein Schüsselchen voll. Aber danach koche ich mir lieber was „Richtiges“, z.B. ein Curry oder Ofengemüse mit Kartoffelbrei. Auch wenn mein Hirn mir zunächst glaubhaft versichern will, nur ein riesige Tüte frittierter Kartoffelscheiben könnte mich retten – ich weiß es besser.

Lebensmittel mit Magnesium helfen gegen Krämpfe, deshalb snacke ich zwischendurch gern Bananen, Cashews und Trockenfrüchte. Auch Tofu und Kidneybohnen sind magnesiumreich und schmecken gut.

Kaffee vs. Kräutertee

Außerdem versuche ich, viel zu trinken. Ich habe festgestellt, dass es hilft, wenn ich bei einer Tasse Kaffee am Tag bleibe und stattdessen lieber Kräutertees trinke, z.B. solche mit Himbeerblättern. Die der Himbeerpflanze helfen dabei, den Muttermund weich zu machen und die Gebärmutter zu lockern, somit können Blut und Schleimhaut leichter und schmerzfreier abfließen.

Interessanterweise hilft es sogar, bei Schmerzen einfach nur lauwarmes Wasser zu trinken.

Energiespeicher aufladen

Ausgeschlafen bin ich entspannter und ausgeglichener, bei anhaltendem Schlafmangel schütte ich literweise Kaffee in mich hinein und bin schlecht gelaunt. Und mit schlechter Laune lasse ich mich auch von Bauchschmerzen und PMS leichter aus dem Takt bringen.

Ausreichend Schlaf ist grundsätzlich wichtig, und das gilt vor allem für die Zeit während der Periode, denn dann ackert der Körper besonders und ist dankbar für volle Energiespeicher.

Entspannt bleiben

Wenn wir sehr verspannt sind, kann es sein, dass sich auch die Krämpfe während der Periode stärker anfühlen. Deshalb mache ich (nicht nur während meiner Periode) gerne ein paar Yogaübungen, um meine Muskeln zu lockern.

Auch wenn ich insgesamt angespannt fühle, hilft mir Bewegung am meisten dabei, mich wieder zu entspannen – mit Radfahren oder Inlineskaten kann ich mich auspowern und mein Kopf schaltet ab. Außerdem beugt Bewegung Wassereinlagerungen vor, die dafür sorgen, dass wir uns vor und während der Periode oft so aufgequollen fühlen.

Was mir noch beim Entspannen hilft: Zeit mit Freunden verbringen, Tagebuch schreiben, kochen, meditieren, spazieren gehen, tanzen oder malen.

Endometriose?

Sollten die Schmerzen vor und während der Periode grundsätzlich sehr heftig sein, wenn Zwischenblutungen auftreten, die Monatsblutung unregelmäßig sein oder Schmerzen beim Sex auftreten, ist ein Besuch bei einer Ärztin oder einem Arzt sinnvoll, um abzuklären, ob eventuell Endometriose dahintersteckt. Bei dieser (gutartigen) chronischen Erkrankung wächst Gewebe aus der Gebärmutter auch außerhalb der Gebärmutter fest und sorgt für Gewebeblutungen und zum Teil heftige Schmerzen.

Titelbild: Vladislaw Muslakow


Was hilft dir dabei, mit PMS und Menstruationsschmerzen umzugehen?

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