Tatütata, die Erkältungssaison ist da!

Wie unser Immunsystem mit Husten und Schnupfen umgeht und wie du ihm jetzt die nötige Power dafür gibst.

Wie unser Immunsystem mit Husten und Schnupfen umgeht und wie du ihm jetzt die nötige Power dafür gibst.

Es ist ziemlich kalt geworden in den letzten Wochen. Der Herbst ist da. Ich weiß nicht wie es dir geht, aber nach diesem heißen und langen Sommer muss ich mich da erstmal dran gewöhnen. Statt barfuß im Garten bin ich schon ein paar Mal dick eingepackt durch den Wald spaziert. Statt Tomaten zu pflücken, habe ich Esskastanien und Walnüsse gesammelt. Und statt kaltem Bier trinke ich jetzt heißen Tee.

Fast hätte ich auch schon eine Erkältung bekommen. Meinem Immunsystem habe ich zu verdanken, dass ich am Ende dann doch nicht mit Schniefnase und Husten flach lag. Was das Immunsystem eigentlich ist und wie du es stärkst erfährst du in diesem Beitrag.

Was ist das eigentlich, dieses Immunsystem?

Das Immunsystem ist wie eine Art Schutzanzug, der uns vor unerwünschten Eindringlingen wie Bakterien, Viren, Pilzen oder Parasiten abschirmt. Die finden sich nämlich so ziemlich überall um uns herum. Auf Türklinken, an den Haltestangen im Bus, in den benutzten Taschentüchern im Mülleimer.

Deshalb hat unser Körper so einige Barrieren eingerichtet, um die Krankheitserreger abzuwehren. Unsere Haut und unsere Schleimhäute sind dabei die erste Schutzmauer, die die Bakterien und Viren erklimmen müssen. Wenn sie es „nach drinne“ geschafft haben, müssen sie noch eine weitere Hürde überwinden: Denn unsere Spucke, die Magensäure und sogar unsere Tränenflüssigkeit enthalten Enzyme, die Krankheitserreger ziemlich zuverlässig abtöten.

Ein gesunder Körper erkennt Eindringline, die es auch über diesen Schutzwall geschafft haben und löst dann eine Reaktion des Immunsystems aus. Wir haben zum einen eine „angeborene“ bzw. „natürliche“ und eine „erworbene“ Abwehr. Unsere angeborene Abwehr ist allerdings ziemlich unspezifisch: Dazu zählen der Niesreflex und Husten, die Magensäure, bestimmte weiße Blutkörper oder auch bestimmte Enzyme in der Spucke.

Alles, was das angeborene Immunsystem nicht kleinkriegt, erledigt dann das „erworbene“ Immunsystem. Das ist ein individueller Schutz, der sich von Mensch zu Mensch unterscheidet und sich mit der Zeit immer weiterentwickelt. Dafür legt das Immunsystem eine Art Bibliothek an, in der es „nachschlagen“ kann, ob es schon einmal mit einem Eindringling in Berührung gekommen ist. So kann es im Falle eines Falles unverzüglich Abwehrmaßnahmen einleiten. Impfungen sind eine weitere Möglichkeit, den Körper gegen bestimmte Krankheitserreger immun zu machen, zum Beispiel gegen Grippe.

Was hilft dem Immunsystem?

Wenn du dein Immunsystem unterstützen willst, solltest du vor allem eins tun: Hände waschen! Desinfektionsmittel sind dagegen eher schädlich: Sie töten nämlich auch die „guten“ Keime ab. Außerdem enthalten sie häufig Stoffe, die den Hormonhaushalt durcheinander bringen oder Allergien auslösen können. Zusätzlich können sie die Haut durchlässiger machen, so können Krankheitserreger leichter in den Körper eindringen.

Du solltest aber nicht nur deine Hände sauberhalten, sondern auch all die Dinge, die du häufig in der Hand hast, wie zum Beispiel dein Handy. Aber auch Tastaturen und Computermäuse freuen sich, wenn du sie ab und an reinigst.

Um dein Immunsytem fitter zu machen, solltest du dich regelmäßig bewegen, aber auch ausreichend Ruhephasen einplanen. Bewegung regt nämlich kurzzeitig die Bildung von Abwehrzellen an. Genügend Schlaf (mindestens sieben Stunden pro Nacht) ist ebenso wichtig für eine wirkungsvolle Immunabwehr. Vermutlich nutzt das Immunsystem die lange Ruhephase, um sich zu wieder zu erholen.

Genug zu schlafen und immer mal wieder Pause zu machen, ist auch deshalb wichtig, weil besonders Stress dem Immunsystem ziemlich zusetzt. Denn wenn wir häufig gestresst sind, schüttet der Körper das Hormon Kortisol aus, und unterdrückt damit das Immunsystem.

Und sonst so?

Auch wenn du das bestimmt schon öfter gehört hast: Vitamin C kann nichts gegen Erkältungen ausrichten. Zumindest aber kann eine regelmäßige Einnahme eine Erkältung leicht verkürzen. Allerdings reicht aber nicht, erst dann damit anzufangen, wenn deine Nase schon läuft.

Dein Körper benötigt übrigens nur etwa 100mg Vitamin C am Tag (wenn du Raucherin bist, solltest du etwas mehr zu dir nehmen). Und diese Menge ist zum Beispiel schon in einer halber Paprikaschote, einem Glas Orangensaft oder drei großen Kartoffeln enthalten.

Sich regelmäßig Kälte auszusetzen, zum Beispiel mit Wechselduschen, ist da schon effektiver: Bei Kälte zieht der Körper erstmal seine Gefäße zusammen, anschließend weitet er sie aber wieder, um sich wieder aufzuwärmen. Und das sorgt für eine gute Durchblutung von Haut und Schleimhäuten. Dadurch kommen auch die Immunzellen schneller an ihren Einsatzort und können mögliche Erreger ausschalten.

Also – immer schön Hände waschen, dein Handy sauberhalten, regelmäßig bewegen und ausreichend schlafen – dann bist du bestens für die nächste Erkältungswelle gerüstet.


Was hilft Dir gegen Husten, Schnupfen und Co.? Und hat es Dich schon erwischt diesen Herbst?

Titelbild: Kira auf der Heide


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